Gesalzene Rede

Pfarrer Markus Blümel, Dechant

Foto Markus Blümel

Liebe Leserinnen und Leser der online Festschrift,

gerne möchte ich mich einbringen und erzählen, was mich mit der Lichtbergschule in Eiterfeld verbindet.

Meine Geschichte der Erstbegegnung geht auf das Jahr 2001 zurück. Damals wurde ich im Sommer zum neuen Kaplan in Eiterfeld ernannt und begann auch meinen Dienst in der Lichtbergschule als Reli-Lehrer. Hier waren es vornehmlich die Klassen der Grundschule, die ich unterrichten durfte. Ich erinnere mich an eine wohlwollende Aufnahme unter den Schülerinnen und Schülern, aber vor allem auch im Lehrerkollegium. Die Pausen im Lehrerzimmer gaben mir wertvollen Raum für gute Gespräche und ich habe viel von den Kolleginnen und Kollegen lernen dürfen.

Interessanterweise wurde ich nach dieser „Lehrzeit“ zum Schulpfarrer des bischöflichen Gymnasiums auf der Amöneburg ernannt. Im Jahr 2006 kam ich als Gemeindepfarrer zurück nach Eiterfeld. Nun war es die Lichtbergschule mit den Klassen 5-10, die ich im Laufe meiner Zeit als Lehrer begleiten durfte. Auch hier war eine sehr gute Atmosphäre zu spüren und ich bin gerne gekommen, um Unterricht zu halten, Projektwochen mitzugestalten oder auch Ausflüge zu begleiten. Ganz oft war ich auch bei den Tagen religiöser Orientierung in Kleinsassen an einem der Abende mit dabei.

Ich schließe mit einer witzigen Anekdote, die mir bis heute sehr peinlich ist: Mit einer meiner Reli-Klassen hatten wir überlegt, als Pausensnack Waffeln zu backen und diese für das Projekt von P. Heribert Müller SJ in Makumbi zu verkaufen. Alles war bestens vorbereitet. Waffelteig, Aufstriche etc. hatten die Eltern geliefert, auch zahlreiche Waffeleisen. Was wir jedoch nicht bedacht hatten, war die Tatsache, dass bei den vielen Waffeleisen natürlich ständig die Sicherung rausflog, und zwar im ganzen Trakt der Schule, wo sich unser Klassenraum befand. Also: Sicherung raus…. Sicherung rein … hin und her. Die vollkommen genervte Kollegin, die wahrscheinlich in der Nachbarklasse gerade ein technisches Gerät einsetzen wollte, kam schließlich zu uns und hielt eine gesalzene Rede. Auch heute, viele Jahre später, sage ich von Herzen nochmals: „Entschuldigung!“

< Verena Bleuel          Martin Böhne >