Vertrauen genießen

Pfarrer Karl Josef Gruber

Foto Karl Gruber

Seit dem Schuljahr 2013/2014 unterrichte ich vier Wochenstunden Evangelische Religion. Zunächst war das in den Jahrgängen 5 und 6, danach 9 und 10 und zurzeit 8 und 10. Die besondere Herausforderung ist, dass der Unterricht gemeinsam für Haupt-, Real- und Gymnasialschülerinnen und -schüler durchgeführt wird. Neben wenigen anderen Fächern passiert hier also etwas, was man „integrative Gesamtschule“ nennen könnte.

Ich komme in die Schule als Gemeindepfarrer, bringe also Erfahrungen aus der Gemeindearbeit mit. So kannte ich einige meiner späteren Konfirmanden schon aus der Schule, später Schülerinnen und Schüler schon aus dem Konfirmandenunterricht. Zurzeit sind es im Jahrgang 10 einige, die ich 6 Jahre lang begleitet habe. Das ist für mich etwas Besonderes.

Als jemand, der nicht zum Team der hauptamtlichen Lehrerinnen und Lehrer gehört, genieße ich dennoch viel Vertrauen im Lehrerkollegium. Ich werde freundlich unterstützt. Von Anfang schön ist die ökumenische Zusammenarbeit, die sich auch in gemeinsamen Fachkonferenzen Evangelische und Katholische Religion ausdrückt. Wir verstehen uns als Team. So ist auch ein reiches Angebot an Schulgottesdiensten möglich, die ich gerne mitgestalte und unterstütze.

Von Anfang an nahm ich viele Musikangebote in der Schule wahr, was sich auch auf die reiche musikalische Landschaft in den Dörfern des Einzugsbereichs der Schule auswirkt. So viele Musikvereine, wie wir hier in der Marktgemeinde haben, gibt es selten. Das baut auf die Arbeit der beiden Eiterfelder Schulen auf.

Im Laufe von zehn Jahren spüre ich auch Veränderungen. Ältere Kolleginnen und Kollegen sind in den Ruhestand gegangen, jüngere sind hinzugekommen und verändern das Klima der Schule. Ich erlebe das durchaus positiv. Dafür steht auch die große Baustelle, die das sichtbar macht: Schule verändert sich, wie sich auch unsere Gesellschaft immer verändert.





&kt; Melanie Doran          Karin Heil >